Kanalsanierung mit DURA.CL

by Channelline - Sanierung von begehbaren Kanalprofilen | Großprofilsanierung

„Form follows function“ – bei historisch gewachsenen Abwassersystemen kehrt die Praxis dieses Prinzip meist um. Denn die Kanäle sind komplex geformt, oft noch gemauert – und zugleich immer häufiger sanierungsbedürftig. Weil die zu sanierende Strecke oft Querschnittswechsel, Kurven und Bögen mit verschiedenen Radien aufweist, muss sich eine tragfähige Lösung diesen Gegebenheiten anpassen können. 

Diese Adaptation an wechselnde Geometrien ist die Stärke unseres DURA.CL-Sanierungssystems. Es wird aus extrem stabilem und hochbeständigem glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) hergestellt. Es lässt sich dank unserer innovativen Produktion in nahezu jede Form bringen. Alle Formen, Querschnitte und Wanddicken werden individuell nach den Anforderungen des Projektes produziert. 

Teilauskleidung | Partielle Sanierung

Oft werden bei der Kanalsanierung lediglich die besonders betroffenen Bereiche mit dünnwandigen, korrosionsfesten Elementen ausgekleidet („Lining“). Diese Art der Sanierung eignet sich auch für Kanäle mit engen Bögen, Kurven, Richtungswechseln und spitzwinkligen Übergängen von Berme zu Gerinne.

Ist der Sohlenbereich beschädigt, wird der sanierungsbedürftige Teil mit stabilen, korrosionsfesten Schalen ausgekleidet. Die seitlichen Bermen können mitsaniert werden. Dabei ist es unerheblich, ob im Übergang vom Gerinne zur Berme rechte oder spitze Winkel auftreten. Die Sanierungsprofile werden im Kanal endgültig zusammengefügt und wasserfest miteinander verklebt. Dadurch ist der Einsatz des Systems problemlos auch dann möglich, wenn die Baustelle keinen Platz für große Montagebaugruben bietet. Die Verklebung der DURA.CL-Elemente ist unkompliziert und gewährleistet sichere Verbindungen über die gesamte Nutzungsdauer. 

DURA.CL Teilsanierung - Teaser

Vollauskleidung | Einzelrohrverfahren

Bei großflächig beschädigten Abwasserkanälen ist eine Vollsanierung häufig die wirtschaftlichste Lösung.Hierbei stehen zwei Methoden zur Verfügung: das Rohrsegment-Lining und das Einzelrohrverfahren. In beiden Fällen wird der neue Kanal innerhalb des bestehenden Kanals verbaut, mit dem er eine starke und dauerhafte Verbindung eingeht.

Im Einzelrohrverfahren wird der bestehende Kanal mit monolithischen DURA.CL Elementen optimal nachgebildet. Es entsteht eine untrennbare Einheit zwischen altem und neuem Kanal. Mit dieser Sanierungslösung wird die Lebensdauer des alten Kanals zudem erheblich verlängert. Für die Renovierung im Einzelrohrverfahren werden die DURA.CL-Vollprofile einbaufertig ab Werk geliefert.

DURA.CL Vollprofil - Teaser

Vollauskleidung | Rohrsegment-Lining

Herausforderungen in der Logistik und erschwerte Zugangsbedingungen (z. B. Zugang nur durch Schächte möglich) erfordern eine höhere Flexibilität des Systems. Mit DURA.CL bieten wir Ihnen eine multi-modulare Lösung, bei der die Elemente in zwei oder mehr Segmenten zur Verfügung stehen. Für die Rohrsegment-Variante liefern wir diese mehrteiligen Profile direkt vor Ort. Diese können anschließend ober- oder unterirdisch mit unserem patentierten strukturellen Nut- und Feder-Verbindungssystem zusammen gefügt werden. Für maximale Flexibilität bei gleichbleibend hoher Qualität. 

DURA.CL - Vollsanierung - Teaser

Was macht DURA.CL so besonders?


Für die Form und Größe eines DURA.CL-Elements gibt es hinsichtlich der Produktionsmöglichkeiten in der Praxis keine limitierenden Faktoren. Sanierungsprojekte mit extrem großen Durchmessern und ungewöhnlich geformten Wänden können mit unseren patentierten Lösungen problemlos umgesetzt werden. Da unsere Technologie auch eine mehrteilige Segmentbauweise erlaubt, können selbst extrem große Elemente über entsprechende Teilstücke hergestellt werden.

Leistungsmerkmale auf einen Blick

• Sonderanfertigung in jeder gewünschten Form und Größe

• Vollkonstruktive Sanierungslösung

• Maximierte hydraulische Kapazität

• Hervorragende Korrosionsfestigkeit

• Hohe Schlag- und Abriebfestigkeit

• Erwartete Lebensdauer über 100 Jahre

Material

Die Schalensegmente von DURA.CL by Channeline sind besonders steif und stabil, aber dennoch vergleichsweise dünnwandig. Im Allgemeinen bestehen GFK-Rohre aus mehreren Lagen harzgetränkter Glasfaser, die mit Sand beaufschlagt werden und erst mit entsprechender Wandstärke ihre Steifigkeit erhalten.

Elemente von DURA.CL erhalten ihre Robustheit und Steifigkeit durch einen speziellen Kern aus Polymeren und Zuschlagstoffen und die Mechanik der Sandwich-Schalenkonstruktion. Der Sandwich-Fertigungsprozess wird kontinuierlich genauestens überwacht und gesteuert, sodass zu jeder Zeit eine sehr zuverlässige Verbindung aller Lagen gewährleistet ist.

EIGENSCHAFTEN VON DURA.CL aus GFK

 

  Kurzzeit Langzeit
Biegemodul (EN ISO 11296-4 und EN ISO 178) ≥ 10.000 N/mm² ≥ 5.300 N/mm²
Biegezugfestigkeit (EN ISO 11296-4 und EN ISO 178) ≥ 120 N/mm² ≥ 63,6 N/mm²
Biegedehnung bei Bruch  (EN ISO 11296-4 und EN ISO 178) ≥ 1,2 %  
Biegedehnung bei Bruch in saurem Medium (ISO 10952 und ISO 10928 Methode A)   ≥ 1,0 %
Zugfestigkeit (am aktiven Querschnitt) in Umfangsrichtung (ISO 8513:2016 Methode A) ≥ 90 N/mm² ≥ 47,7 N/mm²
Zugfestigkeit (am aktiven Querschnitt) in Längsrichtung (ISO 8513:2016 Methode A) ≥ 45 N/mm² ≥ 22,5 N/mm²
Rauheitskoeffizient Ks 0,03  
Poisson-Koeffizient 0,30  
Dichtheit keine Leckagen  
Abrieb Darmstadt-Test EN 295-3 < 20 mm nach 100.000 Zyklen  
Barcol-Härte NF T57-106 > 30  
Scherhaftfestigkeit GN 4-34-02, S. 6 ≥ 1 N/mm²  

Thermische Stabilität

- Glasübergangstemperatur EN ISO 11357-2
- flüssige Ableitungen
- Umgebungsluft

 

≥ 70 °C
0 °C bis 35 °C
-25 °C bis +50 °C

 

Normen und Zertifizierungen

Leitfaden WIS 4-34-02 WRc-Werkstoffnormen für GFK
ASTM D3262 Standardspezifikation für Glasfaser-Abwasserrohre  
SBS 5480

Standard-Spezifikation für Rohre und Formstücke aus verstärktem Kunststoff (GFK) für die Wasserversorgung und Kanalisation

ISO 16611

Kunststoff-Rohrleitungssysteme für drucklos betriebene Abwasserkanäle und -leitungen - 

nicht-kreisrunde Rohre und Verbindungen aus glasfaserverstärkten duroplastischen Kunststoffen (GFK) auf der Basis von ungesättigtem Polyesterharz (UP) - Abmessungen, Anforderungen und Prüfungen

ISO-Zertifizierungen
  • ISO 9001: 2015
  • ISO 14001: 2015
  • ISO 45001: 2018
QB (CSTB) Zertifizierung

QB (CSTB) 26/01-296 gemäß Standard Avis-Technik Nr. 17/15-296

BENOR (BCCA)-Zertifizierung

Kunststoff-Rohrleitungssysteme für drucklos betriebene Abwasserkanäle und -leitungen - nicht-kreisrunde Rohre und Verbindungen aus glasfaserverstärkten duroplastischen Kunststoffen (GFK) auf der Basis von ungesättigtem Polyesterharz (UP) - Abmessungen, Anforderungen und Prüfungen

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Marc Georg Pater

Marc-Georg Pater

Geschäftsfeldleitung Sanierungslösungen

Kontaktperson Platzhalter

Eric Niehaus

Spezialist für Sanierungslösungen

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