Steinzeugrohre mit Muffe

KERA.Base & KERA.Pro

Mit Innovationen und technischem Know-how produzieren wir in unseren Werken zertifizierte Steinzeugrohre der verschiedensten Nennweiten von DN 100 bis DN 800 und Baulängen bis zu 2,50m für die kommunale und industrielle Abwasserableitung sowie für die private Grundstücksentwässerung

Für die offene Bauweise gibt es unsere KERA.Base Steinzeugrohre für den Standardfall und unsere KERA.Pro Steinzeugrohre für besondere Einbaufälle, die zum Beispiel höhere Traglasten benötigen.  

Unsere nachhaltigen Steinzeugrohre erfüllen aufgrund ihrer herausragenden Eigenschaften wie extreme Langlebigkeit, absolute Beständigkeit gegenüber physikalischen und chemischen Belastungen sowie dauerhafte Dichtigkeit, höchste Anforderungen an eine wirtschaftliche, sichere und nachhaltige Abwasserentsorgung.

Die Steinzeugrohre und Formstücke bestehen dabei ausschließlich aus natürlichen, recyclingfähigen Rohstoffen. Die umweltgerechte Rohrstoffgewinnung und lange Nutzungsdauer trägt zur herausragenden Ressourceneffizienz von Steinzeugrohren bei und macht sie zur idealen Lösung für eine bessere Zukunft. Dies spiegelt sich zudem in der Cradle to Cradle® Zertifizierung für einen durchgängigen Produktkreislauf wieder. Die eingesetzten Rohre und Formteile sind nach der Nutzungsdauer zu 100 % wiederverwertbar.

 

Einsatzgebiete

Die Steinzeug-Kanalrohre leiten Schmutz- und Mischwasser ab. Dabei lassen sie sich in den verschiedensten Bereichen einsetzen:

In normal und hoch belasteten Verkehrszonen

vorzugsweise SLW 60
  • Straßenbau
  • Parkplatzbau
  • Erschließungsgebiete
  • Bergsenkungsgebiete
  • Moorböden 
  • Steilstreckenentwässerung

 

Als Abwasserkanal im privaten und im öffentlichen Bereich

  • Tankstellen (öl-/benzin-/fettbeständige Dichtung verwenden)
  • Großküchen (in Kombination mit öl- / benzinbeständigen Dichtungen)
  • Wasserschutzgebiete Zone II und III 

Hausanschluss-leitung im privaten und im öffentlichen Bereich

Im technischen Anlagenbau der Industrie

Produktvorteile Steinzeugrohre

Steinzeug-Rohrsysteme erfüllen die wesentliche Anforderungen an ein herausragendes Kanalnetz in folgenden Punkten:

Lange Nutzungsdauer

Die Nutzungsdauer liegt bei Steinzeugrohren bei 100 Jahren und mehr. Hierdurch wird die ständige finanzielle Belastung durch aufwändige Sanierungen und Neubauten auf ein Minimum reduziert.  

Hohe Verschleiß-
und Korrisions-
festigkeit

Steinzeugrohre sind aufgrund ihrer technischen, chemischen und physikalischen Eigenschaften absolut widerstandsfähig gegenüber chemischen Einflüssen und mechanischen Beanspruchungen. 

Passend für extreme Bedingungen

Die starren Rohrkörper und die flexiblen Verbindungssysteme gewährleisten, dass die Rohrleitung auch unter den extremsten Bedingungen dicht bleibt und einer Hochdruckreinigung stand hält.

Besonders geeignet​ im Bereich der deutschen Bundesbahn​

Unsere Rohre sind bei der Bahn zugelassen, denn sie halten der Belastung von über 100 Mio. Achsenüberfahrten mit einem ICE stand.

Umweltgerecht

Steinzeugrohre sind zu 100% recycelbar und könnten nach Ihrer Nutzungsdauer wieder in den Produktkreislauf eingespeist werden. Sie kehren als Rohrstoff Schamotte in den Produktionsprozess zurück. 

Minimaler Wartungsaufwand

Ein minimaler Wartungs- und Instandhaltungsaufwand wird durch die hohe Nutzungsdauer sowie die höchste Festigkeit und extreme Verschleißfestigkeit der Steinzeugprodukte erreicht. 

Ausgezeichnete Wirtschaftlichkeit

Darüber hinaus sind sie durch ihre hohe Nutzungsdauer bei geringem Wartungs- und Instandhaltungsaufwand eine langfristig wirtschaftliche Alternative und kostengünstige Sicherung ​des Anlagevermögens.

Verbindungssysteme von Steinzeugrohren

Unsere Steinzeugrohre stehen in 3 unterschiedlichen Varianten zur Verfügung:

Steinzeugohr Steckmuffe L Verbindungssystem F

STECKMUFFE L NACH VERBINDUNGSSYSTEM F

Innen und außen glasierte Steinzeugmuffenrohre mit Steckmuffe L in den Nennweiten DN 100 bis DN 200. Die Steckmuffe L besteht aus einem Profilring zur Zentrierung des Spitzendes, das Dichtungsmaterial ist aus EPDM. 

Steinzeugohr Steckmuffe K Verbindungssystem C

STECKMUFFE K NACH VERBINDUNGSSYSTEM C

Innen und außen glasierte Steinzeugmuffenrohre mit Steckmuffe K in den Nennweiten DN 200 bis DN 800. Die Steckmuffe K besteht aus einem Ausgleichselement in der Muffe (Polyurethan-hart) und einem Dichtelement am Spitzende (Polyurethan-weich). 

Steinzeugohr Steckmuffe S VerbindungssystemC

STECKMUFFE S NACH VERBINDUNGSSYSTEM C

Rohrverbindungen mit Steckmuffe S, bestehend aus einer Keramik – Kautschuk – Dichtung, werden nach Verbindungssystem C hergestellt. Nach dem Brand werden die Muffe und das Spitzende mit hoher Präzision auf das erforderliche Maß abgeschliffen. Auf das Spitzende wird ein EPDM-Dichtring werkseitig vormontiert. Sie sind mit allen Steinzeugrohren mit Steckmuffe K gleicher Nennweite und Tragfähigkeitsklasse kompatibel und damit uneingeschränkt austauschbar.

Produktinformationen Muffenrohr aus Steinzeug

Ausführung Hochlast und Normallast
Nennweiten DN 100 - DN 600 - Normallast
DN 200 - DN 800 - Hochlast
Steckmuffe S, K, L - Normallast
S, K - Hochlast
Verbindungssystem F, C - Normallast
C - Hochlast
Dichtung EMDM - Steckmuffe L, S
PUR - Steckmuffe K
Baulänge 125 - 250 cm je nach DN und Ausführung

EIGENSCHAFTEN VON STEINZEUG-ROHRSYSTEMEN

 

Abriebfestigkeit am ≤ 0,25 mm
Biegefestigkeit 18 N/mm²
Biologische Beständigkeit gegeben
Brandverhalten nicht brennbar
Chemische Beständigkeit pH 0 bis 14
Dichtheit 2,4 bar
Druckfestigkeit min. 100 N/mm²
Elastizitätsmodul ~ 50.000 N/mm²
Frostbeständigkeit gegeben
Härte (nach Mohs) ~ 7
Korrosionsbeständigkeit gegeben
Nutzungsdauer 100 Jahren und mehr
Ozonbeständigkeit gegeben
Querkontraktionszahl 0,25
Scheiteldruckfestigkeit je nach Nennweite 32 bis 120 kN/m
Schwellfestigkeit gegeben
Wärmeausdehnungskoeffizient K -1 ~ 5 x 10–6
Wärmeleitfähigkeit ~1,2 W/m x K
Wandrauheit k 0,02 mm
Wichte 22 kN/m³
Widerstand gegen Hochdruckspülen 280 bar
Zugfestigkeit 10 bis 20 N/mm²

Funktionseigenschaften der Dichtung von Steinzeug-Rohrsystemen

Dichtungen sind für die korrekte Funktion der Abwasserleitung meist unabdingbar und sitzen immer an den kritischsten Stellen technischer Systeme – an den Rohrverbindungen. Nachfolgend werden wesentliche Funktionseigenschaften der Dichtung von Steinzeugrohrsystemen beschrieben.

 

Abwinkelbarkeit Setzungen im Auflagerbereich, hervorgerufen etwa durch Bergsenkungen, Grundwasserströmungen oder Bauwerke, sollten konstruktiv berücksichtigt werden. Abwinklungen können in den Steinzeugmuffenverbindungen sicher erfolgen. Die Dichtheit der Verbindung bei einer Abwinklung der Rohre stellt daher einen wichtigen Sicherheitsaspekt dar. Die Mindestanforderungen sind nennweitenabhängig in der EN 295 bzw. ZP WN 295 festgelegt.
Muffenspalt Entsprechend den Regelwerken ist ein Muffenspalt von mindestens 5 mm einzuhalten. Hierdurch wird sichergestellt, dass Abwinklungen möglich sind. Die Beurteilung eines Muffenspaltes an eingebauten Steinzeugmuffenrohren ist abhängig von der Konstruktion der Muffe. Die Maße sind in der ZP WN 295 festgelegt.
Scherlastbeständigkeit Eine Rohrverbindung muss bei der Prüfung nach EN 295-3:2012, Abschnitt 21.3, einer Kurzzeit- und einer Langzeitscherlast widerstehen. Auf ein Rohr ist eine äußere Last so aufzubringen, dass auf die Verbindung eine Mindestscherlast von 25 N/mm Nennweite einwirkt. Die Verbindung muss den in der EN 295-1:2013, Abschnitt 6.2.1, festgelegten Prüfdrücken von 5 kPa (0,05 bar) und 50 kPa (0,5 bar) für 15 Minuten ohne sichtbare Undichtigkeit standhalten. Müssen Rohre und Verbindungen im Dauerbetrieb unter niedrigem Überdruck beständig sein, ist der Prüfdruck anzugeben. Ein Bauteil darf jeweils nur in einer Verbindung geprüft werden. Verbindungen, die diese Prüfung bestehen, werden auch als wurzelfest angesehen. 
Sohlengleichheit Die Sohlengleichheit beschreibt den Übergang von einem Rohr zu einem anderen Rohr in der Verbindung und dort im Bereich der Sohle. Damit die Hydraulik der eingebauten Rohrleitung optimal gegeben ist, sind Nennweitenbezogen Grenzmaße in der EN 295 festgelegt. Für die unterschiedlichen Verbindungssysteme sind zur Herstellung der Sohlengleichheit beim Einbau die Anweisungen in den Einbauvorschriften der Hersteller zu beachten. 
Wurzelfestigkeit Steinzeugrohre und -formstücke sind wurzelfest; die Wurzelfestigkeit wird mit der Prüfung der Scherlastbeständigkeit festgestellt. Die entsprechenden Anforderungen sind in der EN 295-3 geregelt.

Normen und Zulassungen

Normen Rohre EN 295-1
Ergänzende Anforderungen durch Zertifizierungsprogramm ZP WN 295 festgelegt
Allgemeiner Hinweis Alle Maße - insbesondere bei der Verbindung mit Fremdprodukten - sind zu überprüfen und richten sich nach den Angaben der EN 295 und des Zertifizierungsprogrammes ZP WN 295. Technische Änderungen vorbehalten.

Anwendungsempfehlungen

Bergsenkungsgebiete Geeignet für die Anwendung in Bergsenkungsgebieten durch Formstabilität und Aufnahme von Scherbeanspruchung durch die Steinzeugmuffe
Bettungsmaterial bei gebrochenen Baustoffen

In den Herstellerangaben zum Einbau von Rohrleitungen ist die Korngröße für gebrochene Baustoffe in der Leitungszone festgelegt und entsprechen den Hinweisen aus der DWA A 139. 

Brechsand-Splitt-Gemische mit Größtkorn:
11 mm < DN 900
20 mm ≥ DN 1000.

Die Körnung soll abgestuft sein.

Einbau bei Frost

Die Beständigkeit und die Funktion der Dichtungen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ist gegeben und wird entsprechend der EN 295 geprüft. Entsprechend dieser Norm müssen Rohrverbindungen zyklischen Temperaturwechseln zwischen -10°C und +70°C ohne sichtbare Beeinträchtigungen widerstehen.

Für den Einbau bei Frost gilt:
Bei der Verlegung von Temperaturen unter 0°C ist darauf zu achten, dass ausreichend Gleitmittel verwendet wird, um die erhöhten Einschubkräfte zu verringern.

Flachliegende Kanäle/ geringe Überdeckung Steinzeugrohre können ab einer Einbautiefe von 0,5 m je nach Abhängigkeit von Boden und Rohrdimension bei Straßenverkehrslasten eingesetzt werden
Trinkwasserschutzzone Steinzeugrohr und Formstücke sind für den Einsatz in Wassergewinnungsgebieten Zone II und III geeignet. 

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